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Bauen im Bestand mit modernen Holzbaustoffen

Das Multifunktionsgebäude c13 in Berlin erhielt 2015 den Deutschen Holzbaupreis in der Kategorie Neubauten, Holzbau in der Stadt. Das Haus erfüllt die brandschutztechnischen Vorschrifen der Gebäudeklasse 5. Massive Brettsperrholzwände wurden für die Gebäudeaussteifung genutzt. Durch die Vorfertigung ganzer Bauteile wurde die Bauzeit deutlich verkürzt

Eine Studie der Bauforschungseinrichtung ARGE Kiel und des Pestel-Institus Hannover aus dem Jahr 2016 stellt fest, daß derzeit rund 11,3 Millionen - und damit 94 Prozent - der Seniorenhaushalte keine altersgerechte Wohnung haben. Die Wissenschaftler sagen voraus, daß sich der zusätzliche Bedarf an barrierefreiem Wohnraum bis 2030 über das bestehende Defizit hinaus noch einmal um mindestens 2,9 Millionen Wohnungen erhöhen werde. Die Lücke, die bei altersgerechten und energieeffizienten Wohnungen klafft, könnte durch einen Neubau-Ersatz bestehender Altgebäude bis 2030 geschlossen werden. Bereits 2015 verwies eine Studie des Pestel-Instituts und der TU-Darmstadt auf das enorme Flächenpotential auf den Dächern von Bestandsbauten. Durch Dachaufstockung bei bestehenden Gebäuden könnten demnach mehr als 1,5 Millionen zusätzlicher Wohnungen mit durchschnittlich 85 m" Wohnraum geschaffen werden. Für viele Bauherren sind Neu-, An- oder Aufbauten im Bestand schon heute eine eine kostengünstige Variante, da kein neues Bauland gebraucht und somit Grundstücks- und Erschließungskosten entfallen. Sind die baurechtlichen Fragen geklärt, steht eine weitere wichtige Entscheidung an: Wie soll gebaut werden und welcher Baustoff soll verwendet werden?

Holz ist konstruktiv und ökologisch im Vorteil

Mit Blick auf das Bauen im Bestand spielt Holz eine zunehmend wichtige Rolle. Holz ist im Vergleich zu anderen Baustoffen ökologisch im Vorteil, weil es der einzige in großen Mengen nachwachsende konstruktive Baustoff ist. Hinzu kommen technisch und konstruktiv extrem vielseitige Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten. Kurze Transportwege, rationelle Vorfertigung, leichte Bearbeitung und abfallfreie Produktion sind weitere Gründe, weshalb moderne Holzbaustoffe zu Gunsten von Klima- und Ressourcenschutz eine zentrale Rolle im Bauwesen einnehmen sollten.

Neben ökologischen sprechen auch konstruktive Vorteile für den Baustoff Holz, der wesentlich leichter ist als andere Baustoffe. Das günstige Verhältnis zwischen Tragfähigkeit und Eigengewicht von Holzkonstruktionen, die deutlich weniger wiegen als Beton oder Mauerwerk, ist ein wichtiges Argument, wenn die Statik nicht für eine spätere Aufstockung ausgelegt war.

Moderne Holzbaustoffe haben es in sich

Moderne Holzbaustoffe wie Konstruktionsvollholz KVH®, Duobalken® oder Triobalken® (auch Balkenschichtholz genannt) besitzen viele bautechnische Vorteile. Ein Hausneu- oder Dachaufbau mit modernen Holzbaustoffen erfüllt alle bauphysikalischen Vorschriften hinsichtlich Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz. Zudem verlangen hoch wärmegedämmte Konstruktionen dauerhaft luftdichte Gebäudehüllen. Technisch getrocknetes, maßhaltiges und passgenaues Konstruktionsvollholz KVH® oder Balkenschichtholz gewährleisten das. Außerdem ist Holz ein schlechter Wärmeleiter. Das bedeutet auf lange Sicht geringe Heizkosten. So kann bei Neubau oder Dachaufstockung im Bestand der Energiebedarf in den unter der Aufstockung liegenden Wohnungen deutlich reduziert werden. Gute Argumente pro Holzbauweise beim Bauen im Bestand.

Technische getrocknete, maßhaltige und passgenaue Holzbaustoffe wie Konstruktionsvollholz KVH® und Balkenschichtholz (Duobalken®, Triobalken®) sind zudem Voraussetzung für die moderne, rationelle und kostensparende Holzbauwiese. Hochgedämmte Holz-Fertigelemente, die bereits Fenster, Türen, Innenverkleidung, Installation und Außenfassade enthalten, werden komplett vorgefertigt und vor Ort montiert. Komplette Wohngebäude oder Dachgeschosse sind so in wenigen Tagen schnell und bezugsfertig zu errichten.

Gesund wohnen ohne Chemie

Die wohngesunde Umgebung ist ein starkes Motiv, wenn es um die Entscheidung für das Bauen mit Holz geht. Technisch getrocknete Holzbaustoffe wie KVH®, Duobalken® oder Triobalken® sind wesentliche Voraussetzung für den Verzicht auf vorbeugenden chemischen Holzschutz. Denn technisch getrocknetes und durch baulichen Holzschutz vor Feuchte geschütztes Holz wird von zerstörenden Pilzen nicht angegriffen. Die Insektenunempfindlichkeit in Innen- und baulich geschützten Außenbereichen ist erwiesen. Die DIN 68800-2:2012 "Holzschutz" erlaubt folgerichtig, in noch mehr Anwendungsbereichen als bisher auf chemischen Holzschutz zu verzichten, wenn technisch getrocknete Vollholzprodukte eingesetzt werden.

Moderne Holzbaustoffe für das Bauen im Bestand sind vorhanden. Es fehlen neben den baurechtlichen auch die politischen Rahmenbedingungen, damit Neubauten und "On-Top-Etagen" für Bauherren und Investoren deutlich attraktiver werden.

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