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Anforderungen
Balkenschichtholz
Über die bauaufsichtlichen Anforderungen hinausgehende Qualitätskriterien wurden erstmals 2003 in einer Vereinbarung über Duobalken® und Triobalken® festgelegt. Zur Minimierung von Rissen und Verformungen infolge Schwindens bei Austrocknung wurde die Holzfeuchte und die Einschnittart geregelt. Weitere Kriterien zielen vor allem auf die Maßhaltigkeit und das Erscheinungsbild der Hölzer.
Die nachfolgende Tabelle ist der Vereinbarung über Duobalken®/Triobalken® aus dem Jahre 2015 entnommen. Balkenschichtholz nach DIN EN 14080 wird in dieser Fassung der Vereinbarung noch nicht erwähnt. Bis zur Überarbeitung der Vereinbarung kann diese sinngemäß aber auch auf Balkenschichtholz nach DIN EN 14080 angewendet werden.
Anforderungen an Balkenschichtholz
| Sortiermerkmal | Anforderungen an den Gesamtquerschnitt | Anmerkungen | |
|---|---|---|---|
| sichtbarer Bereich (Si) | nicht sichtbarer Bereich (NSi) | ||
| Technische Regel | DIN EN 14080:2013 mit DIN 20000-3:2022-2 oder Z-9.1-440 | ||
| Übliche Sortierklasse | Balkenschichtholz nach DIN EN 14080 mit DIN 20000-3 und homogen aufgebautes, nicht aufgetrenntes Balkenschichtholz nach Z-9.1-440: C24 | C24 entspricht der Sortierklasse S10 TS bei der visuellen Sortierung, nach DIN 4074-1. Auf Anfrage sind andere Festigkeitsklassen erhältlich. |
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| Holzfeuchte | max. 15% | Voraussetzung für die Verklebung | |
| Maßhaltigkeit des Querschnitts | DIN EN 336, Maßtoleranzklasse 2 ≤ 10 cm = ± 1 mm, > 10 cm und ≤ 30 cm = ± 1,5 mm, > 30 cm = ± 2 mm |
Die Maßhaltigkeit für die Längenabmessungen ist zwischen Besteller und Lieferant zu vereinbaren | |
| Verdrehung | ≤ 4 mm/2 m |
Zum Vergleich: DIN 4074-1; S10: ≤ 8 mm/2m |
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| Längskrümmung | ≤ 4 mm/2 m | Abbildung 1.8 Längskrümmung Zum Vergleich: DIN 4074-1; S10: ≤ 8 mm/2m |
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| Bearbeitung der Enden | rechtwinklig gekappt | ||
| Einschnittart | Der Einschnitt erfolgt unter Berücksichtigung, dass bei einem ideal gewachsenen Stamm, die Markröhre bei zweiteiligem Einschnitt durchschnitten wird.
Auf Wunsch: Herausrennen einer Herzbohle mit d ≥ 40 mm |
Der Einschnitt erfolgt unter Berücksichtigung, dass bei einem ideal gewachsenen Stamm, die Markröhre bei zweiteiligem Einschnitt durchschnitten wird. | Auftrennen längs der als ideal gerade angenommenen Markröhre Entnahme einer 40 mm dicken Herzbohle |
| Baumkante | nicht zulässig | nicht zulässig | |
| Astzustand (auf den sichtbaren Flächen der Lamellen) | lose Äste und Durchfalläste nicht zulässig; vereinzelt angeschlagene Äste oder Astteile von Ästen bis max. 20 mm Ø sind zulässig | nach DIN 4074-1 | Ersatz durch Naturholzdübel ist zulässig. Bei Si maximal 2 Stück nebeneinander |
| Äste, Ästigkeit | S10: A ≤ 2/5 S13: A ≤ 1/5 nicht über 70 mm |
S10: A ≤ 2/5 S13: A ≤ 1/5 nicht über 70 mm |
Die Ermittlung der weiteren Astkriterien kann DIN 4074-1 entnommen werden.
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| Rindeneinschluss | nicht zulässig | – | Astrinde wird dem Ast hinzugerechnet |
| Risse – radiale Schwindrisse (Trocknerisse) | Rissbreite b ≤ 2% der jeweiligen Querschnittsseite der Einzelhölzer, nicht mehr als 4 mm | DIN 4074-1 | Bei Si erhöhte Anforderung gegenüber Sortierklasse S10 nach DIN 4074-1 |
| Harzgallen | Breite b ≤ 5 mm | – | Entspricht DIN 68365 Güteklassen 1 und 2 |
| Verfärbungen | nicht zulässig | Bläue: zulässig DIN 4074-1 |
Nagelfeste braune und rote Streifen: bis 2/5 Braunfäule, Weißfäule: nicht zulässig |
| Insektenbefall | nicht zulässig | Fraßgänge bis 2 mm Durchmesser zulässig DIN 4074-1 |
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