Glossar

Balkenschichtholz ist ein tragendes geklebtes Vollholzprodukt aus 2 bis 9 Lamellen, das gegenüber Brettschichtholz dickere Lamellen (zwischen 46 mm und 85 mm Lamellendicke) besitzt.

Balkenschichtholz

Quelle: © KVH e.V.

Balkenschichtholz mit zwei Lamellen

Die Seitenflächen werden auf mindestens 50 % der Fläche gehobelt. Es verbleiben sägeraue Teilflächen.

Durch die Bearbeitung einer Kante entstandene abgeschrägte Fläche

In einer Klasse zusammengefasster Satz von Festigkeits-, Steifigkeits- und Rohdichtekennwerten. Für KVH und Balkenschichtholz ist die Klassifizierung in europäische C-Klassen nach DIN EN 338 üblich. „C“ steht dabei für eine Festigkeitsklasse für Nadelholz. Der Zahlenwert xx für die charakteristische Biegefestigkeit bei Hochkantbeanspruchung in N/mm2. C24 kennzeichnet also ein Nadelholz mit einer charakteristischen Biegefestigkeit von 24 N/mm2.

Keilgezinktes Vollholz besteht aus einzelnen mittels Keilzinkung verbundenen Vollholzabschnitten. Es wird in der europäischen Produktnorm DIN EN 15497 geregelt und mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet.

Keilgezinktes Vollholz

Quelle: © KVH e.V.

Selbstzentrierende Endverbindung, die gebildet wird, indem eine Reihe von gleichartigen, symmetrischen, spitz zulaufenden Keilzinken mit einer Keilzinkenfräse in die Endstücke der Bretter eingefräst wird, die dann miteinander verklebt werden

Keilgezinktes Vollholz nach DIN EN 15497 oder Vollholz nach DIN EN 14081-1, an das über die bauaufsichtlichen Anforderungen hinausgehende Anforderungen gemäß der Vereinbarung über Konstruktionsvollholz gestellt werden.

© Konstruktionsvollholz KVH®

Quelle: © KVH e.V.

Konstruktionsvollholz, bei dem die zusätzlichen Kriterien gemäß der Vereinbarung über Konstruktionsvollholz durch eine unabhängige Stelle überwacht werden. Das Kürzel KVH® ist eine Wortmarke, die ausschließlich von Mitgliedern der Überwachungsgemeinschaft KVH genutzt werden darf, die sich dieser zusätzlichen Überwachung unterziehen.

Balkenschichtholz mit mehr als drei Lamellen

In einer Klasse zusammengefasste Anforderungswerte für einen Satz von Sortierkriterien für die visuelle Festigkeitssortierung, z. B. nach DIN 4074-1, oder eine Sortierung nach dem Erscheinungsbild, z. B. DIN 68365.

In Europa werden die Sortierklassen gemäß der nationalen visuellen Sortierklassen, in Deutschland der Klassen nach DIN 4074-1, europäischen Festigkeitsklassen nach DIN EN 338 zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt über die europäische Zuordnungsnorm DIN EN 1912 oder durch einen Prüfbericht nach DIN EN 14081-1.

Prozessgesteuerte Trocknung des Holzes in einer dafür geeigneten technischen Anlage bei einer Temperatur T ≥ 55 °C über eine Zeitdauer von mindestens 48 Stunden auf eine Holzfeuchte ≤ 20 %.

Tragende Vollholzprodukte werden heute fast ausschließlich technisch getrocknet. Für verklebte Vollholzprodukte gibt es aufgrund der Anforderungen an die Holzfeuchte beim Verkleben praktisch keine Alternative zur technischen Holztrocknung.

Die technische Holztrocknung ist nach der deutschen Norm DIN 68800-1 eine Voraussetzung des Einsatzes von Holz der Dauerhaftigkeitsklasse 5 (Nadelholz mit Splintholzanteil) ohne vorbeugenden chemischen Holzschutz in Einsatzbereichen, die grundsätzlich durch holzzerstörende Insekten gefährdet sein könnten (so genannte Gebrauchsklasse 1 (GK 1) nach DIN 68800-1). Durch den Einsatz technisch getrockneten Holzes und unter Beachtung der konstruktiven Vorgaben der DIN 68800-2 können die Bauteile von der GK 1 in die GK 0 eingestuft werden.

Balkenschichtholz mit drei Lamellen